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Das Ge­dächt­nis un­se­rer Stadt


Ei­ne ur­bana­na-Pro­jekt­idee von Hans Jür­gen Gre­ve ein­ge­reicht durch Mar­ti­na Po­phal

Ein neu­es Kul­tur­pro­jekt zur Iden­ti­fi­ka­ti­on in un­se­ren Stadt­vier­teln - im Zwi­schen­raum zwi­schen Ge­schich­te und Ge­dächt­nis

Die Anonymität in unseren Städten
Sieben Jahre brauchen wir Menschen, um an einem neuen Ort, in einer neuen Stadt, anzukommen. Manche schaffen es nie. Und dieses Phänomen ist unabhängig vom Bildungsniveau. Es sollen hier nicht die Problematiken geschildert werden, die das mit sich bringt. Viele kennen diese Situation aus ihrem eigenen Leben. Beruflich für ein paar Jahre in eine fremde Stadt. Und wenn man wieder wegzieht, hat man die Menschen nie richtig kennen gelernt. Das Fremdsein ist ein großes Thema in Deutschland. Weil wir so viele unterschiedliche Kulturen haben. Oft wird hinter dem nächsten Berg schon ganz anders gesprochen. Unsere Vielfalt ist dabei grundsätzlich gut, Unterstützens wert und auch nicht das Problem, sonders das Ankommen.
Wie gehe ich mit meiner Umgebung in Verbindung? Mit wem kann ich reden, wenn ich kein Vereinstyp bin? 

Neue Treffpunkte sind die Offenen Bücherschränke: Orte der Begegnung
Seit ca. 12 Jahren haben wir die Bücherschränke auf öffentlichen Plätzen in unseren Städten. Die Genossenschaft urbanlife hat mittlerweile 600 Bücherschränke in ganz Deutschland aufgestellt. Die gesamte Anzahl von Schränken kann auf mehrere Tausend geschätzt werden. Wie sehr sich der Ort verändert, bekommen wir immer wieder mitgeteilt. Es werden Treffpunkte und Orte der spontanen Begegnung an denen sich Menschen bedingungslos ansprechen dürfen. Jemanden einfach auf der Straße, im öffentlichen Raum, anzusprechen ist in den meisten Situationen in Deutschland wie ein ungeschriebenes Verbot. Der Bücherschrank hingegen bietet diese Möglichkeit und wird aus vielfacher Erfahrung auch dazu genutzt.

Neue Kultur entsteht. Kultur von Unten durch aktive Bürgerschaft 
Die Pflege der offenen Bücherschränke wird fast ausschließlich durch das Ehrenamt gewährleistet. Zudem werden kleine Leseveranstaltungen an den Schränken durchgeführt. Der Ort animiert auch dazu, andere kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Es werden oftmals auch Zuschauer zu Akteuren im öffentlichen Raum. Das ist Kultur von Unten. 

Das Gedächtnis unserer Stadt als Erweiterung der Kultur von unten
Die Idee, Geschichten zu erzählen, dauerhaft möglich und zugänglich zu machen ist die konsequente Weiterentwicklung der Bücherschrankidee. 
Und es ist noch weit mehr als das. Es ist die erweiterte Wahrnehmung des Umfeldes. Am Bücherschrank wird das Viertel erzählt. Geschichten, die dort passiert sind und das Viertel prägen. Wie es sich anfühlt dort zu leben. Oder auch wie es früher mal ausgesehen hat, wer dort gelebt hat oder wo die nächsten Restaurants sind. Das Viertel hat damit die Chance zur neuen Heimat zu werden. Die Anonymität verliert ihr Gesicht.
Und auch hier sind es wieder die Menschen aus der nächsten Umgebung, die ihre Geschichten erzählen. Was sie fühlen, wenn sie an ihre Heimat denken. Es sind oft Überlieferungen. Wir kennen alle die Geschichten, wenn Oma oder Opa erzählen. Wahre Juwelen unserer Zeit.

Umsetzung des Projektes: Mit QR-Code zur Audio-Datei
Als Pilot haben wir eine Geschichte in Kronach erzählen lassen. 
Wir nannten die Idee „Der sprechende Bücherschrank“. 
Am Schrank ist eine Plakette angebracht, auf der ein QR-Code abgedruckt ist. Mit der Kamera eines Handys bekommt man den Internett Zugang zur Audiodatei. Durch einen weiteren Click wird die Audiodatei abgespielt. Die Idee ist wie bei einem Audio Guide im Museum. Jeder kann ohne ein App die Datei aufrufen und abspielen. Der QR-Code kann einfach, schnell und unkompliziert von jedem genutzt werden.

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