Weihnachtsmarkt Moyland bei Nacht, © Stiftung Museum Schloss, MoylandLokomotiv.de

Weihnachtsmarkt-Tipps der Redaktion


Zwischen Wald und Wohnzimmer: Die allerschönsten Märkte in NRW

Für Weihnachtsfans ist NRW ein Paradies: Über 150 Weihnachtsmärkte öffnen zwischen Mitte November und Ende Dezember ihre Pforten.

Die großen Klassiker unter den Weihnachtsmärkten, wie etwa der am Kölner Dom oder der Aachener Weihnachtsmarkt, der im vergangenen Jahr von Nutzern der Internetplattform „European Best Destinations“ unter die drei schönsten Weihnachtsmärkte des Kontinents gewählt wurde, sind international bekannt. Daneben gibt es jedoch auch viele kleine und ungewöhnliche Märkte, die zum Teil wahre Geheimtipps sind.

Wildtiere und Weihnachtswäldchen

„Von drauß vom Walde komm ich her, ich muss Euch sagen: Es weihnachtet sehr!“  In NRW werden diese Gedichtzeilen vielerorts Wirklichkeit. So erwartet im Sauerland ein Wald samt seiner Bewohner die Weihnachtsmarktbesucher. Waschbär, Uhu, Wildschweine und Hirsche leben nämlich im Wildwald Vosswinkel bei Arnsberg. Während des Weihnachtsmarkts am zweiten und dritten Adventswochenende können Besucher die Tiere füttern oder mit dem Trecker tiefer in den Wald fahren, wo Pfadfinder Kakao, Punsch, Kekse und Stockbrot servieren. Im Münsterland  verwandelt sich ein historischer Marktplatz dank unzähliger Tannenbäume in das Warendorfer Weihnachtswäldchen. An den Wochenenden können die Nachtwächter auf ihrem Rundgang durch die Altstadt und beim Aufstieg auf den Turm von St. Laurentius begleitet werden. Allabendlich beschließt der Nachtwächter den Kunsthandwerkermarkt. Ähnliche wunderbare Verwandlungen sind auch im Ruhrgebiet zu beobachten: Riesige geschmückte Fichten bilden den Oberhausener Weihnachtswald, in dem weichen Waldwege an Klanginstallationen, Sternenprojektionen und Weihnachtshütten vorbeiführen.  

Bummeln zwischen Oldtimer-Wohnwagen

Die Liedzeile "Nikolaus komm in unser Haus..." nehmen die Bewohner von Bedburg-Alt-Kaster wörtlich - und öffnen zum Nikolausmarkt am 27. November ihre Türen. In den Häusern und Höfen des historischen Ortes im Rhein-Erft-Kreis bieten die Anwohner selbst gemachte Leckereien oder Kunsthandwerk an. Auf öffentliche, musikalische Untermalung und Darbietungen wird tagsüber verzichtet, um den ursprünglichen, besinnlichen Sinn der Adventszeit besonders zu unterstreichen. Wohnwagen-Unikate  bilden die Kulisse beim Weihnachtsmarkt im BaseCamp Bonn: vom 17. bis 18. Dezember wird der Indoor-Campingplatz, der seinen Gästen Schlafmöglichkeiten in Oldtimer-Wohnwagen oder Schlafwa­gen­abteilen bietet, zum festlich dekorierten Indoor-Weihnachtsmarkt. Am ersten Adventswochenende kommt rund um das Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg weihnachtliche Vorfreude auf. Privatpersonen und andere LWL-Industriemuseen bieten ihre Produkte an, darunter Glaskunst aus der Glashütte Gernheim in Petershagen und Handgewebtes aus dem Textilmuseum in Bocholt.

Hochherrschaftliche Weihnachtsmärkte

Hochherrschaftlich und trotzdem urgemütlich wird es, wenn Schlösser und Burgen in ihre idyllischen Parks und Innenhöfe einladen. Im weitläufigen Schlosspark am typisch bergischen Schloss Grünewald in Solingen zum Beispiel bieten 100 Künstler, Kunsthandwerker und moderne Designer ihre selbstgefertigten Stücke an – und das in romantischer Atmosphäre: Die Wege, die durch den Park führen, werden allein durch Lichterketten, Fackeln und Feuerkörbe illuminiert.  Auch Schloss Moyland am Niederrhein, das für seine Joseph-Beuys-Sammlung berühmt ist, verwandelt sich jedes Jahr in ein vorweihnachtliches Traumland. Inmitten der historischen Gärten präsentieren Aussteller aus ganz Europa traditionell Gefertigtes und zeitgenössische Designobjekte. Schloss Berleburg im Wittgensteiner Land entführt Besucher auf eine Weihnachtszeitreise zwischen Mittelalter, Barock und Gegenwart. Hunderte Kerzen und Fackeln tauchen das Treiben dabei in heimeliges Licht.

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