Barrierefrei durch den Nationalpark Eifel, © Nationalparkverwaltung

Reisen für Alle


Barrierefreiheit als Qualitäts- und Komfortmerkmal in Deutschland

Zahlreiche Regionen und Orte in NRW haben sich bereits auf den Weg gemacht, die Reisebedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu erfüllen.

NRW hat beim Thema "barrierefreier Urlaub" viel zu bieten, draußen in der Natur ebenso wie in Städten und Museen. Zahlreiche Regionen und Orte haben sich bereits auf den Weg gemacht, die Reisebedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu erfüllen, jedoch gab es bisher keine landes- und bundesweite Koordination dieser Reiseangebote. Das ändert sich: Mit dem Start des deutschlandweiten Projekts „Tourismus für Alle“ des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) und der Tourismus für Alle Deutschland e.V. (NatKo), an dem sich der Tourismus NRW beteiligt, ist nun erstmals eine einheitliche Zertifizierung von Angeboten entlang der touristischen Dienstleistungskette möglich. Das neue bundesweite Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ liefert Gästen detaillierte und geprüfte Informationen.


Beteiligte Betriebe werden demnach in drei Kennzeichnungsstufen eingeteilt:
 

a)         Informationsstufe

Das bedeutet: Der Betrieb zeigt Offenheit für die Zielgruppe und unterzeichnet eine Selbstverpflichtungserklärung. Er wurde von einem externen Prüfer besucht, hält detaillierte und verlässliche Informationen zur Zugänglichkeit für alle Personengruppen bereit und hat mindestens einen Mitarbeiter in einer Online- oder Präsenzschulung fortbilden lassen.
 

b)         Barrierefreiheit geprüft - teilweise barrierefrei:

Zusätzlich zu den Bedingungen der Informationsstufe kommen Basisanforderungen für mindestens eine Zielgruppe hinzu, also etwa Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, gehörlose Menschen oder Blinde.
 

c)        Barrierefreiheit geprüft - barrierefrei:

Zusätzlich zu den Bedingungen „teilweise barrierefrei“ (Stufe1) müssen weitere Qualitätsanforderungen erfüllt sein. Ein Beispiel: Ein Betrieb, der sich speziell an Menschen mit Sehbehinderungen wendet, muss in der teilweise barrierefrei (Stufe1)  im Speiseraum Bedienelemente wie Knöpfe und Schalter mit einem guten visuellen Kontrast aufweisen. In der „barrierefrei“ muss auch eine gut lesbare Speisekarte vorhanden sein. 
 
Weitere Infos zum bundesweiten Projekt „Reisen für Alle“ und Erläuterungen zu den Anforderungen des Kennzeichnungssystems gibt es unter:

www.reisen-fuer-alle.de

 

unbedingt weitersagen

Weitere Infos


Was Du noch wissen solltest