Zoos und Tierparks in Nordrhein-Westfalen

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Zoos in NRW Zoom Erlebniswelt (c) Foto Oliver Franke, Tourismus NRW e.V.

Zoos in NRW

Ein Besuch bei Elefant, Tiger und Co. lohnt sich

Nordrhein-Westfalen verfügt mit elf wissenschaftlich geführten Zoologischen Gärten über die weltweit höchste Zoodichte auf engem Raum. Wir geben Überblick über diese "tierisch beliebten" Ausflugsziele. Statistisch gesehen besucht jeder dritte Einwohner des Bundeslandes jährlich einen Zoologischen Garten.

Beim Wuppertaler Zoo ist schon die Anreise einzigartig: Als einziger Tierpark Deutschlands verfügt er über eine Schwebebahnanbindung. Auf der 128 Jahre alten Anlage, ist das größte jemals in einem deutschen Zoo gebaute Löwengehege eröffnet worden. Auch das neue Heim für die Königspinguine ist fertig gebaut, in NRW ist diese Pinguinart nur in Wuppertal zu sehen (Info-Tel: 0202 / 563 5666, www.zoo-wuppertal.de).

Der Kölner Zoo blickt auf eine noch längere Tradition zurück: Mit seinen 148 Jahren ist er der Drittälteste in Deutschland und zugleich einer der Größten: Mehr als 500 Tierarten aus allen Kontinenten und Weltmeeren leben mitten in der Domstadt. Großen Raum nehmen die Elefanten ein: Auf zwei Hektar, das sind zehn Prozent der Gesamtfläche, können die Dickhäuter spazieren gehen. Zum 150jährigen Bestehen wurde ein weiteres Highlight fertiggestellt, eine afrikanische Flusslandschaft, der "Hippodom". Flusspferde und Nilkrokodile sind hier auch unter Wasser zu sehen sein. (Tel: 01805 / 280 101, 14 Cent/Min aus dem deutschen Festnetz, www.zoo-koeln.de).

Auch im Duisburger Zoo wird die Nacht zum Tag gemacht: Unter dem Motto "La Noche latina" können Besucher einmal im Jahr zwischen 19 und ein Uhr Tiere in mystischer Beleuchtung, lateinamerikanische Musik und Tanz erleben. Auch abgesehen davon geht es im Zoo oft quirlig zu: Im größten Delfinarium Deutschlands zeigt eine Gruppe "Großer Tümmler" in täglichen Vorführungen ihre Kunststücke (www.zoo-duisburg.de).

In Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen hält das Ruhrgebiet für Zoobesucher drei weitere Ziele bereit: Der Bochumer Tierpark mit angegliedertem Fossilium gewährt Einblicke in die Evolution: Denn die heutigen Artgenossen zahlreicher Fossilien sind gleich nebenan in einem der Aquarien- und Terrarienhäuser zu sehen. Ein Highlight sind die "Nordseewelten" mit dem großen Seehundbecken, das Besucher etwa von einer Brücke aus einsehen können (www.tierpark-bochum.de).

Das Erscheinungsbild des Dortmunder Zoos ist weniger von Wasser geprägt: Eingebettet in ein 28 Hektar großes Gelände, welches dereinst zu den Rombergschen Parkanlagen gehörte, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt wurden, präsentiert der Zoo seinen Tierbestand mit mehr als 240 Arten vor grüner Kulisse (www.dortmund.de/zoo).

Ohne sichtbare Gehegegrenzen begegnen sich Mensch und Tier in der "Zoom Erlebniswelt" in Gelsenkirchen. Auge in Auge können Besucher etwa dem Kodiakbären, dem größten Landraubtier der Erde, gegenüberstehen oder Seelöwen vom Unterwasserglastunnel aus beobachten. Mit Alaska, Afrika und Asien gibt es drei Erlebniswelten im jüngsten Zoo NRWs komplett. In Asien können Besucher in einem Dschungel durch die Baumwipfel streifen und die Reviere der Orang Utans kennen lernen (Tel: 0209 / 954 50, www.zoom-erlebniswelt.de).

Pinguine lassen sich im Allwetterzoo Münster auf ihrer Fitness-Tour begleiten, die sie im Sommerhalbjahr täglich auf den Besucherwegen absolvieren. Auch Nashörner und Erdmännchen haben jetzt mehr Platz für ihre Fitnessübungen. Die großflächig überdachte "Nashornlodge" bietet einen wetterfesten Beobachtungsplatz dafür. Wie der Name des Zoos bereits sagt, sind Besucher auch sonst regensicher unterwegs. Dafür sorgen überdachte Wege, die die Tierhäuser verbinden (Tel: 0251 / 890 40, www.allwetterzoo.de).

Im Krefelder Zoo gehören südamerikanische Tierarten wie Ameisenbären, Wasserschweinen und Waldhunde zu den Schwerpunkten des Zoos (Tel: 02151 / 955 20, www.zookrefeld.de).

Fast freilebende Berberaffen begegnen Besuchern im Naturzoo Rheine. Im ersten Affenwald Deutschlands stehen sich Mensch und Makak direkt gegenüber. Auch in anderen Lebensräumen wie dem Storchreservat, in dem über 60 Weißstörche zu Hause sind, oder in der Feuchtbiotopvoliere, in der Reiher, Ibisse und Löffler zwischen Sumpfpflanzen nach Nahrung suchen, erleben Besucher die Tiere hautnah (Tel: 05971 / 161 480, www.naturzoo.de).

Zum Schluss ein Tipp für Zoofreunde, die rund um die Uhr die Möglichkeit zum Besuch bei Wald- und Wildtieren haben möchten: Der Bielefelder Heimat-Tierpark Olderdissen ist 24 Stunden geöffnet. Über 430 Tiere in 100 verschiedenen Arten, darunter Wisente, Wölfe und Wildkatzen, können Tag und Nacht beobachtet werden (Tel: 0521 / 512 956, www.heimat-tierpark-olderdissen.de).