Zeche Zollern: Schloss der Arbeit
Die Zeche Zollern gilt als eines der außergewöhnlichsten Industriedenkmäler in Deutschland: Hinter den prunkvollen Backsteinfassaden und einem Jugendstilportal erahnen die wenigsten eine Zeche. Genau das war Teil der Bauidee der Zeche Zollern im Dortmunder Westen, die zum Vorzeigeobjekt werden sollte. Das sogenannte „Schloss der Arbeit“ ähnelt aber nur rein äußerlich einer Adelsresidenz. Seit 1898 wurde hinter den eindrucksvollen Mauern Kohle zu Tage gefördert.
Nach der Stilllegung in den 1960er Jahren sollte die Zeche Zollern eigentlich abgerissen werden und einer Schnellstraße weichen. Engagierte Bürger setzten sich für den Erhalt ein und schon kurze Zeit später erlangte die Zeche als erster Industriebau Deutschlands den begehrten Denkmalstatus. Heute ist die Zeche Zollern Landesmuseum zur Sozial- und Kulturgeschichte und gibt Einblicke in das Leben und Arbeiten zu Zeiten des Ruhrbergbaus. Die Zeche Zollern ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur.
www.lwl-industriemuseum.de
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