Der Eifeler Döppekooche, ein traditioneller Kartoffelauflauf, wird heute als schmackhaftes Ofengericht wiederenteckt, © Archiv Eifel Tourismus GmbH

Genuss gegen Wetterfrust


Nicht nur Restaurants laden in NRW zum Schlemmen ein

Manchmal hilft nur eins gegen das Stimmungstief: lecker Schlemmen. In NRW kann man an ganz unterschiedlichen Orten auf kulinarische Entdeckungsreise gehen.

Nordrhein-westfälische Spezialitäten erleben

Ein erprobtes Mittel gegen den Wetterfrust ist die Bergische Kaffeetafel. Wer die rheinisch-westfälische Küche kennt, weiß, dass sie gerne Deftiges mit einer gewissen Süße kombiniert. Beste Beispiele dafür sind der rheinische Sauerbraten, Pumpernickel, Pillekoochen mit Rübenkraut oder auch das beliebte Gericht „Himmel un Ähd“ (Stampfkartoffeln mit Apfelmus und Blutwurst).

Daher verwundert es auch nicht, dass die Bergische Kaffeetafel weit mehr als ein normales Kaffeegedeck ist: Neben Bergischen Waffeln, die mit heißen Kirschen und Sahne oder auch mit Milchreis und Zimt und Zucker serviert werden, gehören verschiedene Brote mit süßen Aufstrichen und Herzhaftem zum Belegen dazu. Den Kaffee gibt es aus der sogenannten Dröppelmina, einer altertümlichen Kaffeekanne mit Zapfhahn, und zum traditionellen Abschluss einen Bergischen Korn. Viele Cafés und Restaurants im bergischen Land sowie im bergischen Städtedreieck bieten eine solche Bergische Kaffeetafel an.   
www.dasbergische.de

Ebenfalls ungewöhnlich und eine ganz besondere Spezialität ist der Senf aus der historischen Senfmühle im wunderschönen Monschau in der Eifel. Seit 1882 wird hier bereits handwerklich Senf hergestellt und das in vielen verschiedenen Sorten, vom Honig-Mohn-Senf über Chili-Senf bis zum  Knoblauch-Senf. Wer mag, kann sich die Produktion bei einer Führung selbst ansehen oder im angeschlossenen Restaurant Schnabuleum eines der vielen mit Senf verfeinerten Gerichte probieren.

Während im Schnabuleum meist Wein auf den Tisch kommt, ist die unbestrittene Spezialität in NRW das Bier – und zwar in allen möglichen Sorten: vom Altbier bis zum Kölsch und vom Landbier bis zum Pils. Neben unzähligen kleinen Brauereien sitzen auch bekannte Großbrauereien, die ihr Bier in alle Welt verkaufen, in Nordrhein-Westfalen und lassen  Besucher hinter die Kulissen schauen. Eine kostenlose Führung bietet zum Beispiel Veltins im sauerländischen Meschede an. Hier muss man sich lediglich rechtzeitig anmelden. Bei Warsteiner, das ebenfalls aus dem Sauerland stammt, kostet die Rundfahrt durch die Brauerei zwar, dafür dürfen Besucher nach der Besichtigung alle Getränke probieren, die hier hergestellt werden. Für Kinder und Jugendliche bis 16 gibt es alkoholfreie Getränke. Gleiches gilt für Krombacher in der Region Siegerland-Wittgenstein, wo sich an die Führung ein Besuch im Brauhaus mit Getränken und zünftigem Essen anschließt.
www.veltins.de | www.warsteiner.de | www.krombacher.de

Genießen im Museum

Doch nicht nur in Cafés, Restaurants oder Brauhäusern lässt sich in NRW der Wetterfrust wegschlemmen. Auch einige Museen haben sich dem Essen verschrieben, wie zum Beispiel das Schokoladenmuseum in Köln. Das weltweit einzigartige Haus erzählt die 3.000-jährige Kulturgeschichte der Schokolade, die bei den Azteken als Speise der Götter galt. Und dabei darf nicht nur geguckt, sondern auch genascht werden und zwar am Schokoladenbrunnen, aus dem eine wunderbar schmelzig-cremige Schokolade fließt.

Wem der Sinn eher nach etwas Deftigem steht und wer ganz nebenbei westfälische Spezialitäten näher kennenlernen will, der ist im Westfalen Culinarium in Nieheim im Teutoburger Wald richtig. Gleich vier Museen widmen sich hier dem Essen, jedes einer anderen Spezialität.

Das Herzstück des Culinariums ist das Deutsche Käsemuseum, in dem Besucher nicht nur erfahren, wie die Löcher in den Käse kommen, sondern auch den Nieheimer Käse kennenlernen, eine Spezialität aus der Region, die heute nur noch in zwei Käsereien hergestellt wird. Im Westfälischen Brotmuseum dreht sich alles um die vielfältigste aller deutschen Spezialitäten und natürlich fehlt hier auch das westfälische Pumpernickel nicht, das mit seinem kräftig süßen Geschmack so typisch für die westfälische Küche ist. Mittwochs und am Wochenende können Besucher direkt bei der Herstellung von Brot und Kuchen zuschauen und an ungemütlichen Regentagen die wohlige Wärme genießen, die der große Ofen verströmt.

Im benachbarten Westfälischen Schinkenmuseum steht der westfälische Knochenschinken im Mittelpunkt, der seinen Geschmack der Pflege und Reifezeit verdankt, die traditionell mit dem ersten Kuckucksruf im Mai endet. Im Westfälischen Biermuseum wiederum treffen sich noch regelmäßig die Nieheimer Bürger, um ihr eigenes Bürgerbier zu brauen, ein bernsteinfarbiges, untergäriges Bier, was vom Geschmack her an ein Märzenbier erinnert.

Auf Anfrage kann man übrigens alle Spezialitäten direkt im Museum probieren, ansonsten auch im benachbarten Restaurant Meilenstein.

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