Robert Smithson
Die Erfindung der Landschaft
4. März bis 28. Mai 2012
Die Ausstellung zeigt drei Filme, 50 Zeichnungen sowie Fotografien und arbeitet insbesondere den Zusammenhang von Landschaftskulptur und Film bei Robert Smithson heraus.
Michael Kimmelman, der Chefkritiker der New York Times, hat den 1938 in Rutherford, New Jersey, geborenen Robert Smithson, der 35jährig während der Arbeit an einem neuen Werk 1973 bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückte, kurzerhand zum „James Dean der Kunst“ erklärt. Das liegt neben einer gewissen Koinzidenz vor allem wohl an der phänomenalen Wirkung von Robert Smithsons ortsspezifscher Landschaftsskulptur „Spiral Jetty“ im Great Salt Lake in Utah, die Kimmelman als „icon of Americana“ bezeichnete. Und Robert Smithson ist es in seinem künstlerischen und theoretischen Werk ja um nichts Weniger denn um Grundsätzliches gegangen – zur postminimalistischen Kunst, zur Land Art, zum künstlerischen Selbstverständnis. So konnte „Spiral Jetty“durch den zwischen Fiktion und Dokumentation changierenden gleichnamigen Film zur Legende werden.
Eine zweite große Landschaftsarbeit ist 1971 in Europa anlässlich der Ausstellung „Sonsbeek 71“ in der Nähe des holländischen Emmen entstanden. Auch für diese Arbeit mit dem Titel „Spiral Hill“ formulierte Smithson schriftlich und zeichnerisch seine Ideen für einen Film, zu dem er bereits erste Aufnahmen gemacht hatte. Jetzt, nach vierzig Jahren, hat Nancy Holt, Künstlerin und Witwe des Künstlers, in Zusammenarbeit mit SKOR, Amsterdam, diesen Film fertiggestellt. Im Museum für Gegenwartskunst wird er zum ersten Mal dem deutschen Publikum präsentiert.

