Nähmaschinen im Museum Wäschefabrik in Bielefeld, © Tanja Neumann

Das Mittelalter lebt


Von Werwölfen, einem Schloss und alten Toren

Alte Steine, historische Orte und außergewöhnliche Geschichten mag ich besonders gern. Das alles gibt es an der "Perle an der Erft" zu finden, wie der historische Stadtteil Alt-Kaster von Bedburg auch genannt wird. Rund 30 Kilometer nordwestlich von Köln reist man in eine andere Welt.

Vögel zwitschern während ich über das Kopfsteinpflaster das große Haupttor der Stadt ansteuere. Der Ort stammt aus dem 12. Jahrhundert und hatte früher die Aufgabe, den Erftübergang an der Straße Köln-Brabant zu sichern. Viele Tore aus unterschiedlichsten Epochen sicherten den Ort und sind heute eine besondere Augenweide. Bei einem Spaziergang durch das beschauliche Dorf spüre ich, wie das Mittelalter lebendig wird. Alt-Kaster besticht durch seine Ruhe und Verträumtheit. Es ist absolut unaufregend und unspektakulär - und das genau macht den Charme des Örtchens aus.

Aber Vorsicht, so ganz verträumt war es hier nicht immer… Vor einem der vielen Tore in Alt-Kaster thront heute noch eine alte Burgruine. Genau hier startet ein außergewöhnlicher Wanderweg. Im Erftkreis gibt es viele Geschichten über Werwölfe. Viel Wald gab es in der Region und dunkel soll es gewesen sein. Durch das Moor verunglückten damals viele Menschen in der Natur und waren leichte Beute für Wölfe. Viele Geschichten und Sagen wurden über Jahrhunderte hinweg überliefert. Der Werwolf-Wanderweg führt den Besucher zu Schauplätzen aus dem Leben von Peter Stubbe, der am 31.10.1579 als Werwolf hingerichtet wurde.

Von Alt-Kaster ist es nur ein kurzer Weg von rund 2,5 km entlang der Erft bis zum Schloss Bedburg. Zwar kann das Wasserschloss nicht besichtigt werden (es sei denn, man möchte heiraten oder feiern), doch hat das immer wieder umgebaute und veränderte Schloss mit seiner Grünanlage auch von außen einen ganz besonderen Charme.

www.rhein-erft-tourismus.de

unbedingt weitersagen

Impressionen & Videos


Folge 1 von "Tanjas bunte Tüte"