Dampflok Waldbröl im Bergischen Land, © Erika Eisenhauer

Technik, die rollt und fährt


Schwebebahn, Schienenbus und historische Dampflok

Hier ist Zeitreise kein leerer Begriff: In NRW sind viele historische Original-Bahnen noch immer in Betrieb und laden zu Ausflugsfahrten ein. Steig' ein und fühl Dich wie ein Passagier von anno dazumal!

Wuppertaler Schwebebahn: Schweben wie ein Kaiser

Die Wuppertaler Schwebebahn ist zugleich Industriedenkmal, berühmtestes Wahrzeichen der Stadt und ihr wichtigstes Nahverkehrsmittel. 1901 als „einschienige Hängebahn“ eröffnet, ermöglicht sie auch noch heutigen Fahrgästen, in acht bis zwölf Metern über Fluss oder Land schwebend zu Bahnhof zu Bahnhof zu gelangen. Einen authentischen Eindruck der Betriebsanfangsjahre bekommen Besucher bei einer Fahrt in der „schwebenden guten Stube Wuppertals“: Der nostalgische Kaiserwagen ist ein Nachbau des Wagens, mit dem Kaiser Wilhelm II. und seine Frau Auguste Victoria im Jahr 1900 auf Probefahrt gingen. Romantischer Tipp: Heute können sich Paare im schwebenden Kaiserwagen sogar das Jawort geben.
www.schwebebahn.de

Ruhrtalbahn: Eine Zeitreise mit Dampflok und Schienenbus

Wie in den 1950er und 60er Jahren rollen von Frühjahr bis Herbst die Züge der Ruhrtalbahn an der Ruhr entlang. Richtig nostalgisch geht es bei den Fahrten mit Dampfzug oder Schienenbus zu: Die Schaffner in ihren Uniformen verkaufen ihre Tickets auf Abreißblöcken und die Staffelung von der 1. bis zur 4. Wagenklasse vermittelt ein authentisches Fahrerlebnis vom einfachen bis zum gehobenen Komfort. Touristische Ansagen auf allen Linien geben den Passagieren Einblicke ins Ruhrgebiet und seine Geschichte. Die vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen zur Verfügung gestellten Eisenbahnen fahren an Frei-, Sonn- und Feiertagen auf der Linie Ruhrtal zwischen Bochum und Hagen und am ersten Sonntag im Monat auf der Bahnstrecke „Teckel“ zwischen Herdecke und der Kluterthöhle in Ennepetal.
www.ruhrtalbahn.de

Die Dampflok aus dem Bergischen

„Zugkraft trifft Landschaft“ heißt der Slogan, der für Fahrten mit der Dampflokomotive Waldbröl wirbt. Auf der Strecke zwischen dem Eisenbahnmuseum in Dieringhausen und dem Wiehltal können die Passagiere in der Tat Ausblicke in die idyllische bergische Landschaft genießen und die Kraft der arbeitenden Dampflok erfahren. In historischen Plattformwagen geht die Fahrt quer durch den Naturpark Bergisches Land, vorbei an Wäldern, Wiesen, alten Steinbrechern und historischer Industrie. Die Fahrten werden zwischen Ende April und Ende Oktober an angekündigten Sonntagen angeboten.
www.loewendampf.de

Bochum: Geschichte zum Anfassen im größten Eisenbahnmuseum Deutschlands

Mit einem Areal von rund 46.000 Quadratmetern gibt es in Bochum-Dahlhausen ein Museum von beeindruckender Größe. Und das ist angesichts der Ausstellungsstücke auch nötig: Mehr als 120 Schienenfahrzeuge stehen im Eisenbahnmuseum Bochum und geben Besuchern authentische Einblicke in mehr als 150 Jahre Eisenbahngeschichte. Nostalgische Lokomotiven sind hier genauso zu finden wie markante Personen- und Güterwagen und historische Einrichtungen wie Lokschuppen, Wasserturm und Bekohlungsanlage. Bei regelmäßigen Themenfahrten haben Besucher auch Gelegenheit, einzusteigen und mitzufahren. In nostalgischen Zügen geht es dann zu historischen Stätten wie Zechen und Stahlwerken.
www.eisenbahnmuseum-bochum.de

Lokschuppen Erkrath: Zurück ins 19. Jahrhundert

Eine Dampfspeicherlok namens „Emma“, die „Diesellok Köf II“ oder ein nostalgischer Güterwagen – der Lokschuppen Erkrath, der zwischen 1843 und 1886 die Züge der Bergisch-Märkischen Eisenbahn beherbergte, stellt heute als Museum historische Schienenfahrzeuge aus. Zeichnungen, Fotos und Exponate erzählen viel Wissenswertes über die Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Elberfeld. Das Museum ist sonntags geöffnet und wird an anderen Tagen für kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen und Konzerte genutzt. Besucher können sich außerdem im Restaurant und Biergarten entspannen, Kinder können auf dem Spielplatz spielen.
www.lokschuppen-hochdahl.de

Selfkantbahn: Das einst wichtigste Verkehrsmittel des Niederrheins

Zwischen 1900 und 1971 waren die schmalspurigen Kleinbahnen der Selfkantbahn eines der wichtigsten Verkehrsmittel am Niederrhein. Mit den Zügen der etwas schmaleren Eisenbahnart wurde der ländliche Raum rund um Geilenkirchen erschlossen. Auf einer 5,5 Kilometer langen Strecke zwischen Bahnhof Schierwaldenrath in Gangelt und Bahnhof Gillrath in Geilenkirchen können Passagiere noch heute auf eine nostalgische Fahrt in Originalfahrzeugen gehen. Die Dampfzüge der Selfkantbahn fahren an jedem Sonn- und Feiertag von Ostern bis Ende September. Auch die Werkstatt, der Lokomotivschuppen und die Wagenhalle öffnen ihre Türen für Besucher und ermöglichen interessante Einblicke in den historischen Eisenbahnbetrieb.
www.selfkantbahn.de

Duisburg: Eintauchen in die Geschichte der Binnenschifffahrt

Von der Steinzeit bis zur Gegenwart: Das Duisburger Binnenschifffahrtsmuseum widmet sich der kompletten Geschichte der Schifffahrt. In zwei umgenutzten ehemaligen Schwimmhallen ist nicht nur Platz für detailgetreue Modelle, sondern auch für Originalexponate. Highlights sind ein Lastensegler von 1930, die „Tjalk Goede Verwachting“, und der begehbare Nachbau eines Binnenschiffs, das unter dem Namen „Hermann“ als Spielschiff für Kinder dient. Die Ausstellungen erzählen viel Wissenswertes über die Entwicklung der Fortbewegungstechniken auf Flüssen, vom Einbaum bis zum modernen Schiff, und thematisieren den Arbeits- und Lebensalltag der Schiffer und ihrer Familien.
www.binnenschifffahrtsmuseum.de

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