Bestwiger Panoramaweg
Der Bestwiger Panoramaweg macht seinem Namen alle Ehre, denn er bietet immer wieder herrliche Fernblicke. Der rund 53 Kilometer lange Weg, der im September 2011 vom Deutschen Wanderverband als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet wurde, verläuft durch die idyllischen Ortschaften der Gemeinde Bestwig im Sauerland. Unterwegs treffen Wanderer auf Spuren der Vergangenheit in Form von Erzbergbau, Schieferbergbau und Eisenbahngeschichte. Ebenso lassen Bildstöcke, Wegekreuze, Kirchen und Kapellen tief in die kirchliche Vergangenheit des katholisch geprägten Sauerlandes blicken. In den gepflegten Dörfern dominiert immer noch der schwarz-weiße Kontrast der typischen, sauerländischen Fachwerkhäuser.
Als Startpunkte bieten sich der Bestwiger Bahnhof oder das Rathaus mit ausreichend Parkmöglichkeiten an. Auf den einzelnen Etappen laden Sehenswürdigkeiten wie der Valmestausee und der einzige natürliche Wasserfall Nordrhein-Westfalens „Plästerlegge" zum Pausieren ein. Mehr „Action“ in der Pause bieten Stopps wie der Freizeitpark Fort Fun, oder das Sauerländer Besucherbergwerk im Ortsteil Ramsbeck. Im Freizeitpark bietet der Stüppelturm, der mit rund 800 Metern Gesamthöhe zu den höchsten Aussichtspunkten im Sauerland zählt, einen Rundblick von der Soester Börde bis ins Ruhrgebiet. Ein ungewöhnlicher Aussichtspunkt findet sich übrigens auf dem Steinberg bei Ostwig: Dort lädt ein nie ganz fertig gestellter Rauchgaskamin mit Wendeltreppe und Plattform zu einem phantastischen Ausblick über Ostwig, das Elpetal und das Ruhrtal ein. Die Ruine weißt auf die Zeit des bergbaulichen Booms rund um Ramsbeck hin. In Ostwig sollte eine Verhüttung entstehen, aber vor der Umsetzung brach das geplante Ramsbecker Bergbauimperium zusammen und der Kamin kam niemals zum Einsatz.
Der Panoramaweg bietet sich auch für Mehrtagestouren an. Drei Sauerländer Wandergasthöfe, das Alpenvereinshaus der Sektion Sauerland in Heinrichsdorf und viele weitere Übernachtungsbetriebe liegen direkt am Weg.
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