Ausblick auf die nächste Stadt, © Archiv Eifel Tourismus GmbH

Eifelsteig


Im Nationalpark Eifel wird Wandern zum Naturerlebnis

Naturbelassene Wegen, Stauseen, Tälern und Hochebenen machen den Eifelsteig zu einem Wanderparadies. Auf seiner 300 Kilometer langen Strecke führt er auch durch den Nationalpark Eifel.

"Wo Fels und Wasser dich begleiten" – unter diesem Motto führt der Eifelsteig auf einer Länge von 313 Kilometern von Aachen in Nordrhein-Westfalen bis nach Trier. Auf seinen 15 Etappen mit Längen von 14 bis 29 Kilometer führt der Eifelsteig von Nord nach Süd, durch Täler und über Hochebenen, Bergkuppen und durch tiefe Wälder.

Auf seinem abwechslungsreichen und naturbelassenen Weg quert er einzigartige Naturräume, darunter in NRW die Moorlandschaft des Hohen Venns, das einsame Rurtal und die mächtigen Stauseen der Nordeifel. Im weiteren Verlauf, nach Überschreiten der Grenze zu Rheinland-Pfalz, passieren Wanderer die Vulkaneifel mit den tiefblauen Maaren, die auch die „Augen der Eifel“ genannt werden, oder die schroffen Dolomitfelsen bei Gerolstein.

Durch den Nationalpark Eifel

Ein Highlight für Wanderer ist sicher der Nationalpark Eifel, dessen Tore Wanderer von Aachen kommend bereits auf den ersten Etappen erreichen. Hier im einzigen Nationalpark Nordrhein-Westfalens kann sich die Natur frei entfalten. Ehemals von Menschenhand gestaltete Landschaften verwandeln sich nach und nach wieder in „Buchen-Urwälder“. Auf einer Fläche von 110 Quadratkilometern – das entspricht rund 15.000 Fußballfeldern – gilt der Vorsatz "Natur Natur sein lassen".

Besucher können hier das ganze Jahr über spannende Entdeckungen machen: Im Frühjahr verwandeln wilde Narzissen die Wiesen im Süden des Nationalparks in ein gelbes Blütenmeer, im Sommer wachsen auf den Wiesen duftende Wildkräuter, auf herbstlichen Wanderungen ist der Ruf des Rothirsches zu hören und im Winter verraten die Spuren im Schnee die Anwesenheit der Wildkatzen, der scheuen „Eifeltiger“.

Neben dem eigentlichen Eifelsteig gibt es noch zahlreiche Partnerwege der zertifizierten Route, die ihr in Sachen Qualität in nichts nachstehen. Die Wege sind deutlich kürzer als der Eifelsteig und eignen sich damit größtenteils auch für Tagestouren, können aber durch ihre Verbindungen zum Eifelsteig auch zu Mehrtageswanderungen erweitert werden. Zu den Partnerwegen gehören unter anderem die Bächertaler Höhenroute, die Rur-Olef-Route, die Narzissenroute und die Burgenroute. Das Angebot wird kontinuierlich ausgebaut.

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Tour im Überblick


Infos, Daten & Tourverlauf

Streckenlänge in km
313.0
Dauer in Tagen
-
Geh-/Fahrzeit in Stunden
-

Höchster Punkt in Meter
662
Höhenmeter bergauf
7.633
Höhenmeter bergab
7.667
Tour Level
Schwierigkeitsgrad
mittel

Impressionen & Videos


Lass Dich inspirieren: Dein NRW in Bildern

Der Eifelsteig führt von Aachen bis nach Trier, © Archiv Eifel Tourismus
Aussichtspunkte ermöglichen herrliche Ausblicke, © Archiv Eifel Tourismus GmbH
Am Eifelblick in Modenhügel bei Gemünd lohnt sich ein Erinnerungsschnappschuss, © Archiv Eifel Tourismus GmbH
Rursee im Nationalpark Eifel, © Nationalpark Eifel - Nationalparkverwaltung

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Architekten-Dynastie Böhm: Gottfried und Peter Böhm sitzen in einem kleinen Erker mit den farbigen Jugendstil-Fenstern., © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.

Die Böhms: Architektur einer Familie

„Wenn ich spät dran bin und mich beeilen muss“, sagt Martje Saljé, „dann schaffe ich den Aufstieg auch mal in zwei Minuten“. Die Frau hat Übung. Denn der Aufstieg, das sind immerhin 300 Stufen. Sechs Mal in der Woche steigt die gebürtige Norwegerin am Abend die schmale Stiege hinauf - zu ihrem Arbeitsplatz, in die Türmerstube von St. Lamberti in Münster. „Dein NRW“ hat Deutschlands einzige Türmerin im Staatsdienst dort, hoch oben über den Dächern der Bischofsstadt, besucht. 300 Stufen rauf und wieder runter.

  • Zimmer der Türmerin von Münster, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.
  • Pop Art Postkarte der Türmerin von Münster, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.
  • Inschrift auf dem Horn der Türmerin, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.
  • Münsteraner Türmerin mit Horn, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.

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Glocke in der St. Lamberti Kirche in Münster, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.

Es ist kalt an diesem Vormittag. Das Thermometer zeigt minus 4 Grad. Martje Saljé kommt selbstverständlich mit dem Rad zum Interview. Es ist ein altes, gelbes Postfahrrad. Sie kettet es schnell an, und nach einer kurzen Begrüßung in der Kälte geht’s auch schon los. Zwei kleine Stufen führen zu der unscheinbaren Tür an der Rückseite von Münsters berühmter Kirche. „Danach sind es ja nur noch 298, das geht doch“, sagt die junge Frau. Und sie lacht. Wie so oft, wenn sie von ihrer Arbeit erzählen darf. Wenn sie über die lange Tradition ihres Berufes spricht, über die Historie der Stadt, in der sie schon als Kind leben wollte, wenn sie von den langen ruhigen Abenden in der Türmerstube berichtet, von ihrer Angst bei einem schweren Gewitter im Jahr 2014 und vom Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere, als sie bei der Amtsführung des Oberbürgermeisters die große Rats- und Brandglocke läuten durfte - dann fallen immer wieder Worte wie unfassbar, erhebend, wunderbar, Zauber, Respekt und Glück.

Seit sie am 1. Januar 2014 das Amt von ihrem Vorgänger übernahm, sei sie gelassener geworden, wird Martje Saljé am Ende des Gesprächs resümieren. Doch wer die Musik- und Geschichtswissenschaftlerin kennenlernen darf, wird schon nach kurzer Zeit merken, dass hier eine kluge, fröhliche junge Frau ganz bei sich und in der Stadt ihrer Wahl angekommen ist. Ihr Job: „Öffentlicher Dienst, halbe Stelle, mit Urlaubsvertretung und allem was dazu gehört“, platzt es beinahe aus ihr heraus. Und wieder lacht sie. Denn Türmerin in Münster sein zu dürfen, ist für die 36-Jährige nicht bloß ein Job.

Pop Art Postkarte der Türmerin von Münster, © Ralph Sondermann, Tourismus NRW e.V.